Für interessierte Bauernhöfe

Bauernhof-Wohngemeinschaften können eine enorme Bereicherung für einen landwirtschaftlichen Betrieb sein. Wir unterstützen deutschlandweit Landwirtinnen und Bauern mit dem Herz auf dem richtigen Fleck.

Wir wollen beitragen, die Entstehung vieler weiterer ambulant betreuter Bauernhof-WGs zu ermöglichen. Für Menschen, mit und ohne Pflegegrad.

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SWR Landesschau

Auf vielen Höfen geht die Frage um, was getan werden kann, um in der Zukunft bestehen zu können. Ein weiteres Intensivieren geht nicht und Viele wollen das auch nicht. Landwirtschaft war immer schon ein Ort, an dem viele Menschen gelebt haben. Wer konnte hat sich eingebracht. Das geht auch heute wieder, mit dem Konzept Pflegebauernhof.

Wir begleiten Landwirtinnen und Landwirte, aber auch Quereinsteigende, auf dem Weg, selbst erfolgreich einen Pflegebauernhof aufzubauen.

Mit einer Umstellung/Erweiterung in die Zukunft

Der neue Betriebszweig Pflegebauernhof bringt mehr Planungssicherheit, ein stabiles Einkommen und sie hilft der Landwirtschaft, zu entschleunigen. Gut für Mensch, Tier und Natur.

Die typischen Gründe für eine Umstellung sind:

Wir haben selbst eine kleine Landwirtschaft mit 30 ha. Im „wachse-oder-weiche-Druck“ hat es so ein Hof schwer. Meist bleibt nur der Nebenerwerb und viel Stress. Und viele Landwirtinnen und Bauern wollen nicht noch weiter intensivieren. 

Durch die Transformation zum Pflegebauernhof ist es aber möglich, dass auch kleine Betriebe wieder ein Vollerwerbseinkommen erzeugen können. Speziell, wenn sie nach unserem Konzept arbeiten, das Wertschätzung und Wertschöpfung gut miteinander verbindet.

Der Vorteil einer entschleunigten Landwirtschaft ist, dass sie viel für Mensch, Natur und Tierwohl erreichen kann.

Das Konzept ambulant betreute Bauernhof-WGs ist hervorragend geeignet, eine Zukunftssicherung für den Hof beim Generationswechsel einzubauen. Diese Entscheidung setzt aber voraus, dass alle hinter der Idee stehen. Deswegen setzt unsere Begleitung schon an diesem Punkt ein, bei Bedarf.

Viele Fragen müssen geklärt werden:

  • Das Bedürfnis beider Generationen die Zukunft des Hofes zu sichern und Neues zu wagen
  • das Bedürfnis der älteren Bauerngeneration selbst auf dem Hof bleiben zu können, bis hin zur Pflegebedürftigkeit
  • die Freude daran, dauerhaft andere Menschen bei sich auf dem Hof zu haben und sich auch um sie zu kümmern
  • eine Bereitschaft, die Hoftiere und die Landwirtschaft mit den Bewohnerinnen und Mitbewohnern in Kontakt zu halten
  • der Wunsch nach einer entschleunigten Landwirtschaft, die gut für die Umwelt sein kann
  • das Bedürfnis auch menschlich Freude geben zu können
  • die Bereitschaft etwas Neues zu wagen zu müssen, weil man am Ende auch für sich und den Bauernhof Sicherheit schaffen möchte.

Sie wollen, dass Ihr Hof auch in der Zukunft weiter existieren kann, obwohl es keinen Nachfolger gibt?

Wir unterstützen Sie, einen Weg zu finden, wie der Hof trotzdem überlebt. Es gibt mehrere denkbare Möglichkeiten:

  • Sie können Ihren Hof auf Ihren Namen in unsere Stiftung einbringen. Dadurch ist sein Überleben dauerhaft geschützt. Die Stiftung kümmert sich dann um die Umstellung.
  • Wir können rechtzeitig Interessenten finden, die einen Betrieb für den Aufbau von ambulant betreuten Bauernhof-WGs suchen.Es gibt viele Quereinsteiger und Umsattler, die froh sind, wenn sie bei der Übernahme von Ihrem Wissen profitieren können.
  • Diese Möglichkeit kann durch einen Verkauf oder auch über eine Erbpacht entstehen.

Das Schöne ist, Sie können selbst in die entstehende Bauernhof-WG in Ihrem Hof einziehen und den Lebensabend in Ruhe genießen.

Wir haben festgestellt, dass in letzter Zeit immer mehr Menschen den Kontakt zu uns suchen, die selbst keinen Hof besitzen, aber einen Pflegebauernhof aufbauen wollen.

Besonders vielversprechend ist es, wenn diese Menschen zusätzlich einen sozialen oder medizinischen Hintergrund haben. Das passt ideal zu unserem Ansatz, möglichst viel von der Wertschöpfungskette auf dem Hof zu halten. Das zukünftige Einkommen kommt dann aus der Landwirtschaft und der Bauernhof-WG.

Wir können Sie auf dem ganzen Weg begleiten und auch helfen, einen Hof zu finden.

Ein Pflegebauernhof funktioniert nicht ohne Landwirtschaft. Auch wenn sie sehr klein ist.

Ist keine aktive Landwirtschaft (mehr) vorhanden, gibt es Möglichkeiten, diese zu schaffen. Dafür benötigt es natürlich die entsprechenden Flächen. Aber schon ab ein paar Hektar kann mit einem entsprechenden Tier- und Pflanzenkonzept der Bauernhof-Aspekt geschaffen werden. Besonders gut geeignet sind hierfür sogenannte Mobilställe, die eine Tierhaltung recht niedrigschwellig ermöglichen. 

Wichtig ist hierbei immer, dass sich das landwirtschaftliche Standbein eines Pflegebauernhofes selbst trägt. 

Das war die Motivation, warum wir den Pionierbetrieb in Marienrachdorf 2010 gegründet haben. Guido Pusch wollte für seine Großmutter, seine Eltern und auch für sich und seine Ehefrau Alexandra gewährleisten, im eigenen Bauernhof ohne Sorgen alt werden zu können.

Hat man erst einmal einen solchen Ort geschaffen, bietet er sogar den Kindern eine Zuflucht vor eventuellen Schicksalsschlägen.

Vielleicht ziehen Sie später ebenfalls selbst in die Bauernhof-Wohngemeinschaft auf ihrem Hof ein!

Steht eine Bauernhof-Übergabe an?

Kleine, bäuerliche Familienbetriebe werden von der aktiven Generation meist nur verwaltet. Der Betrieb selbst ist in der Regel für die Ewigkeit gedacht.
Von Generation zu Generation stehen die Landwirtinnen und Bauern vor der Frage wie der Betrieb auch der nächsten Generation eine sichere Zukunft bieten kann und in welche Richtung eine Investition Sinn macht. Eine ganz andere Überlegung entsteht, wenn keine Hofnachfolge da ist. Viel zu viele Betriebe haben in den letzten Jahren aufgegeben. Jeder einzelne Betrieb ist ein Verlust für die Gesellschaft. 

Die Erweiterung oder Umstellung eines Betriebes zum Pflegebauernhof ist deshalb eine große Chance!

Wir möchten Ihnen gerne helfen. Wir bieten Beratung für Hofumsteller und auch Ideen für eine Lösung bei einer bevorstehenden Hofaufgabe.

Wenn Sie bereits wissen, wer Ihren Hof weiterführen wird, ist das Problem schon zur Hälfte gelöst. Ein weiterer bäuerlicher Betrieb wird uns erhalten bleiben!

Spielt in Ihrer Überlegung die soziale Landwirtschaft eine Rolle? Können Sie sich vorstellen, einen Betriebszweig Pflegebauernhof aufzubauen? Dann melden Sie sich bei uns. Hier spricht Bauer zu Bauer und Landwirtin. Guido Pusch ist selbst Landwirt, in direkter Familien-Linie, seit 1771.

Auf vielen Höfen drehen sich die Gespräche derzeit um vier zentrale Fragen:

  • Wie geht es mit unserem Hof nach der Übergabe weiter?
    Was machen wir, wenn sich keine Nachfolger finden lassen?
  • Welche Bewirtschaftungsform hat heutzutage denn überhaupt noch eine Zukunft, auch politisch?
  • Oft sind diese Fragen auch mit der Sorge verbunden, ob gerade ein kleinerer Hof noch eine Perspektive hat?
    Viele Betriebe wollen auch nicht immer weiter wachsen und intensivieren.

Der Einstieg in die soziale Landwirtschaft kann gerade für kleine Betriebe eine sehr gute Lösung sein. Auf diese Weise lässt sich die Landwirtschaft erhalten, langfristige Sicherheit kann entstehen und ein schönes, entschleunigtes Hofleben ist möglich.

Sollten Sie sich für eine Betriebsaufgabe entschieden haben, bieten wir zwei Möglichkeiten

1. Hilfe bei der Nachfolge-Findung

Bei uns melden sich auch Quereinsteigerinnen und Umsattler, die gerne einen Pflegebauernhof einrichten wollen und dafür einen geeigneten Betrieb suchen. Ab 3 Hektar macht das Sinn.

2. Bringen Sie Ihren Hof in die Stiftung Pflegebauernhof ein
Sie haben keinen Hofnachfolger, wollen aber die Tradition auch über Ihr Wirken hinaus erhalten? Sie könnten den Hof in unsere Stiftung einbringen und seinen Fortbestand sichern. Für Sie selbst entsteht dadurch die Möglichkeit, selbst auf dem Hof zu bleiben. Sie können entspannt miterleben, wie der Hof weiter gedeiht.

Eine weitere Bauernhof-WG kann durch Ihre Entscheidung entstehen. Das ist ein Segen für alle Menschen. Es ist ein Gewinn für Sie, Ihren Hof, die Natur und auch für die Gemeinde.

 

Warum umstellen?

Gerade kleine Höfe haben es schwer, im wachse-oder-weiche-Druck zu bestehen. Die Umstellung oder Betriebserweiterung ambulant betreute Bauernhof-WG kann die Zukunft sichern und vom Nebenerwerb zurück in den Vollerwerb führen. Sie können Ihren Betrieb wieder so vielfältig, biodivers und nachhaltig führen – auch kleinteiliger in der Flächenbewirtschaftung – wie Herz, Sinn und Verstand es Ihnen sagen. 

Die Situation der Bauernhof-WGs:

Es gibt noch viel zu wenige Pflegebauernhöfe in Deutschland. Die Nachfrage nach Bauern-WGs hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, nicht nur von älteren Menschen. In Marienrachdorf führen wir Wartelisten für Menschen, die einen Platz in einer Bauernhof-WG suchen.
Unser Betrieb läuft seit 2011 und wir können aus eigener Erfahrung sagen: die Bauernhof-WGs haben uns ein großes Plus an Stabilität und Lebensfreude gebracht.

Warum bei der Umstellung helfen?

Wir wollen Interessierte unterstützen, damit eine Umstellung besser und leichter zu bewältigen ist. Wir wissen, was für eine Herausforderung es ist, einen Hof auf soziale Landwirtschaft umzustellen. Wir haben es geschafft und viel dabei gelernt. Dieses Wissen wollen wir weitergeben an alle, die daran interessiert sind, dieses Abenteuer einzugehen. Im Pionierbetrieb in Marienrachdorf haben wir viel Erfahrung gesammelt, die wir gerne von Bauer zu Landwirtin und Bauer weitergeben.

Unser Beratungsangebot:

Kein Hof ist wie der andere, jede Familie ist anders. Also geht es im ersten Schritt darum, zu verstehen wie ein Hof „tickt“ und welche Voraussetzungen gegeben sind. Wir bieten Schulungen an und haben dafür einen Baukasten entwickelt, der Schritt für Schritt die wichtigen Fragen behandelt:

Planungsphase

Kein Hof ist wie der andere, jede Familie ist anders. Also geht es im ersten Schritt darum, zu verstehen wie ein Hof „tickt“ und welche Voraussetzungen gegeben sind. Wir bieten Schulungen an und haben dafür einen Baukasten entwickelt, der Schritt für Schritt die wichtigen Fragen behandelt:

  • Wie passt das Konzept zu Ihrem Betrieb, in Ihre Familie?
  • Welche Voraussetzungen bringen Sie mit?
  • Umstellung, wie geht das?
  • Wegweiser Behörden, Verwaltung und Politik
  • Finanzierungsfragen
  • Verträge & Co
  • Wie bauen Sie die Nachfrage auf?
  • Welche Möglichkeiten gibt es zum Thema Pflegedienst?
  • Wie funktioniert das Geschäftsmodell, woher kommen die Erträge?
  • Wie können sich die Pflegebauernhöfe gegenseitig stärken und ergänzen?
  • Und viele weitere Fragen…

Das Pflegebauernhof-Konzept eignet sich

  • besonders für kleine Höfe und Nebenerwerbsbetriebe
  • für Vollerwerbsbetriebe unter bestimmten Voraussetzungen

Welche Vorteile haben die Umsteiger?

  • Durch den neuen Betriebszweig kann der Hof langfristig Sicherheit bekommen.
  • Ein Nebenerwerbsbetrieb kann nach der Umstellung zum Vollerwerb führen. Auch mit wenig landwirtschaftlichen Flächen.
  • Eingebunden in das Pflegebauernhof-Netzwerk entstehen viele Vorteile.
  • Unsere Beratung und Begleitung kann durch Zuschüsse gefördert werden.

Wir bekommen ständig Anfragen von Landwirtinnen und Bauern, Quereinsteigern und Umsattlern, die

  • darüber nachdenken, ihren Betrieb aufzugeben, sich aber der Familientradition verpflichtet fühlen.
  • Die selbst umstellen wollen und eine zukunftssichere Erweiterung suchen.
  • Die eine Betriebsübergabe an die nächste Generation planen.
  • Die einen Hof suchen, der entwickelt werden kann.

Was sind die Vorteile einer Umstellung für den Hof?

  • Der Hof kann entschleunigen. Die Landwirtschaft kann sich positiv verändern, weil der Druck sinkt. Die Tiere bekommen wieder einen Wert.
  • Der Hof kann aus dem Zwang herauskommen, immer mehr produzieren zu müssen.
  • Die Menschen, die Tiere, das Personal, die Natur und die Artenvielfalt blühen auf.
  • Sichere Arbeitsplätze entstehen, für die Umstellenden und für Betreuungs- und Pflegespezialist:innen.
  • Pflegebauernhöfe können ein Magnet sein, für die Menschen in Ihrer Umgebung.
  • Ihr Hof kann ein kultureller Mittelpunkt werden, wovon wiederum alle profitieren.